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Preisverleihung des Baden-Baden Award 2016

„A NIGHT AT THE OPERA“ in der Akademiebühne

Normalerweise stehen sie im Hintergrund, die dual ausgebildeten Fachkräfte aus der Theater- und Eventbranche. Bei der Verleihung der Baden-Baden Awards 2016 wurden nun ausnahmsweise ihnen zu Ehren Opernarien gesungen.

Besonders festlich ging es in diesem Jahr in der Akademiebühne der EurAka in Baden-Baden zu. Passend zum Motto „A Night at the Opera“ erklangen Bizet-, Verdi- und Strauss-Melodien, virtuos und mit Standing Ovations belohnt als Solo, Duett und Quartett vorgetragen von vier Sängerinnen und Sänger vom jungen Ensemble der Sächsischen Staatsoper Dresden. Der Saal war in rotes Licht getaucht und zauberte mit drei prächtigen Kronleuchtern, einem ebenfalls rot ausgelegtem Teppich und den geometrischen Figuren (fahrbare Spirale und einen aufblasbaren Airtube) auf der Bühne eine glamouröse Opernstimmung.

Traditionell gehört einmal im Jahr die große Bühne den besten Nachwuchskräften der Branche. In einem mehrstufigen Auswahlverfahren wurden die rund 100 eingereichten Werke der Preisträger im Herbst von verschiedenen mit IHK-Prüfern und internationalen Fachleuten besetzten Jurys ausgewählt.

Die Erstplatzierten der einzelnen Kategorien (Bühnenmalern/-plastiker, Requisiteure, Maskenbildner, Mediengestalter Bild und Ton sowie Veranstaltungstechniker) hatten doppelten Grund zur Freude: Zum Baden-Baden Award Fohlen aus der Karlsruher Majolika Manufaktur gab es zusätzlich bei den Veranstaltungstechnikern hochwertige Kopfhörer als Sponsorenpreis der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG.

Auf der LED-Leinwand, die stilecht mit einem rotem Vorhang umrandet wurde, erschienen übergroß nach der jeweiligen Kategorie-Filmeinspielung die Arbeiten der Preisträger: z. B. Fantasiemasken wie einen Hirschkopf und ein Muschelgesicht, eine kopflose Siegesgöttinnen-Skulptur, Malerarbeiten wie einen Rabari-Hirten sowie einen Film über eine extrem genervte Büroangestellte.

„Technik ist ein unverzichtbarer Teil des künstlerischen Schaffens“, erklärte Oberlaudator Rolf Bolwin, geschäftsführender Direktor des Deutschen Bühnenvereins in seiner Eröffnungsansprache. „Kulturelle Eigenheiten- und Eigentümlichkeiten eines Werkes können nur durch Requisite, Maske oder Bühnenbild deutlich gemacht werden“, so Bolwin.

Moderiert wurde der Baden-Baden Award in bewährt-witziger Weise von SWR3-Comedychef Andreas Müller. So zog er beispielsweise unter gespielter Anstrengung einen digitalen, schweren Kronleuchter auf die Leinwand. Angela Merkel und Reiner Calmund durften natürlich in seinem Repertoire ebenfalls nicht fehlen.

Michael Eberhard, technischer Direktor des SWR, lobte den Award als Wertschätzung dessen, was die „jungen Leute hier Unglaubliches abliefern“. IHK-Vizepräsident Burkhard Freyberg erklärte im Interview mit Moderator Müller: “Durch unsere Funktion als Leitkammer für die Berufe Maskenbildner, Bühnenmaler und Bühnenplastiker sind wir den kreativen Ausbildungsberufen traditionsgemäß eng verbunden.“

Sven Pries, Geschäftsführer der Baden-Baden Award GmbH und der EurAka Baden-Baden gGmbH, freute sich, dass „die EurAka im nunmehr achten Jahr den Baden-Award gemeinsam mit so vielen tollen Künstlern und Partnern gestalten durften. Wir machen das für die Nachwuchskräfte in den Berufen, die auch hier auf dem Campus ausgebildet werden und wollen die Talente hinter der Bühne auf die Bühne bringen“.

Für Brigitte Goertz-Meissner, Geschäftsführerin der Baden Baden Events GmbH, ist Baden-Baden ohnehin ein „Hot Spot in Sachen Kreativität und Ausbildung“.

Ein feierlicher Gala-Abend ging zu Ende ...

Die Auslobung des Preises erfolgt durch die IHK Karlsruhe. Veranstalter der Preisverleihung sind die Baden-Baden Award GmbH und die IHK Karlsruhe, unterstützt durch den Südwestrundfunk, EurAka Baden-Baden gGmbH, Theater Baden-Baden und der Deutschen Theatertechnischen Gesellschaft.

Preisträger

Herzlichen Glückwunsch!

Die Preisträger und ihre Ausbildungsbetriebe, die in diesem Jahr einen Fohlen mit nach Hause nehmen:

1. Platz Verena Spatz Staatstheater Stuttgart
2. Platz Valentina Michelini Stiftung Oper Berlin
3. Platz Maria Brandt WDR Köln
1. Platz Leslie Sadrinna Theater und Philharmonie Essen GmbH
2. Platz Kerstin Walter Landestheater Tübingen
3. Platz Luise Reinhardt Nationaltheater Mannheim
1. Platz Dirk Vetter ZDF Mainz
2. Platz Nicolas Kaiser SWR Baden-Baden
3. Platz Johannes Berger ZDF Mainz
1. Platz Lukas Koopmann Deutsches Schauspielhaus Hamburg
2. Platz Lea Willrodt Kampnagel Internationale Kulturfabrik GmbH Hamburg
3. Platz Maximilian Mager Landestheater Niederbayern Landshut
1. Platz Felix Krause Theater Baden-Baden
2. Platz Marina Möller WDR Köln
3. Platz Kerstin Wimmer SWR Baden-Baden